Martin Lieske | Freier Redner werden

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Hauptberuflich Freier Redner werden

Freier Redner Ausbildung

„Kann ich meinen Lebensunterhalt als Freier Redner, Freie Rednerin verdienen?“
„Hauptberuflich Freier Redner werden?“

Diese Fragen höre ich immer öfter in der letzten Zeit.
Und die Antwort ist erst mal grundsätzlich: „Ja, das funktioniert.“
In den ersten 10 Jahre meiner Tätigkeit als Freier Redner, habe ich ausschließlich davon gelebt Trauungen, Trauerfeiern und Kinderwillkommensfeste abzuhalten.
Immer mehr Redner und Rednerinnen wagen zurzeit den mutigen Schritt in die Hauptberuflichkeit. Einige davon durfte ich persönlich bei diesen entscheidenden Schritten begleiten.

Gerne berichte ich hier von 5 wichtigen Aspekten, damit das freie Reden auf Zeremonien ein echtes finanzielles Standbein werden kann.

Die wichtigsten fünf Aspekte

Ein Freier Redner, eine Freie Rednerin bietet grundsätzlich die drei entscheidenden Zeremonien an, die immer für einen neuen veränderten Lebensabschnitt stehen. Freier Trauredner, Trauerrednerin und Willkommensredner.

Alle drei Zeremonien anzubieten ist absolut sinnvoll, wenn ich von diesem Beruf leben will. Gerade in außergewöhnlichen Zeiten einer Pandemie besteht die Gefahr, dass Hochzeiten und Kinderwillkommensfeste möglicherweise nicht stattfinden können, für Trauerfeiern gilt dies aber nicht.

Klassischerweise finden Hochzeiten überwiegend an Freitagen und Samstagen während der Hochzeitssaison zwischen Mai und Oktober statt. Die Beerdigungen wiederum laufen in der Regel ganzjährig unter der Woche zwischen 09 und 15 Uhr. Für Kinderwillkommensfeste dahingegen ist der Sonntag der beliebteste Tag.

Somit ergänzen sich die Zeitpunkte für Dich perfekt. Wer alle drei Zeremonien anbietet ist breiter aufgestellt, kann Leerzeiten vermeiden und das gesamte Jahr über für Geldeingänge sorgen.

„Kann ich davon leben?“. Wenn ich diese Frage höre, muss ich natürlich erst mal eine Gegenfrage stellen: „Wieviel brauchst Du denn zum Leben?“.

Hier unterscheiden sich die Bedürfnisse enorm: Die eine kommt mit 1.500,-€ Gewinn im Monat gut über die Runden, der andere benötigt mindestens 3.000,-€. Um seine Fixkosten zu decken.

Daher ist es im ersten Schritt wichtig, zu analysieren, wieviel Geld Du inklusive aller beruflichen und privaten Ausgaben monatlich benötigst, um über die besagten Runden zu kommen.

Im zweiten Schritt rechnest Du nun aus, wie viele Zeremonien Du in welchem Bereich abhalten musst, um diesen Betrag zu erreichen. Für Menschen mit geringer Affinität für Zahlen, kann es hier schon kompliziert werden, deshalb ist es durchaus zu empfehlen die Hilfe einer versierteren Person in Anspruch zu nehmen.

Meiner Überzeugung nach ist genau das der Grund, weshalb die meisten Redner und Rednerinnen den Schritt in die volle Selbstständigkeit nicht wagen. In unserer Agentur werden wir immer wieder gefragt wie viele Zeremonien pro Jahr wir den einzelnen Redner*innen denn garantieren können.

Ich antworte dann immer: „Keine! Wenn wir Dir Zeremonien garantieren, solltest Du vor uns wegrennen.“ Warum? Weil wir selbst nur dafür sorgen können, dass Redner und Rednerinnen bestmöglich präsentiert und gefunden werden. Aber buchen müssen die Menschen Dich ganz allein.

Der Hintergrund dieser Frage ist der Wunsch nach minimalem Risiko und garantiertem Erfolg in der Selbstständigkeit. Gibt es diese Garantie? Selbstverständlich nicht!

Sicherlich kennst Du den Spruch „Wer selbstständig ist, arbeitet selbst und ständig“ – das bedeutet nicht nur, dass eine Selbstständigkeit Fleiß erfordert, sondern auch, dass Du selbst verantwortlich bist. Kein Außenstehender kann Dir Garantien geben, Du musst Dir Deinen eigenen Erfolg durch Deine gute Arbeit garantieren.

In Zukunft werden vor allem die Freien Redner und Rednerinnen gefunden und gebucht, die ihre eigene Personenmarke aufgebaut haben. Das bedeutet, dass ihr gesamter Außenauftritt klar und deutlich die Persönlichkeit des Redners bzw. der Rednerin widerspiegelt.

Wenn die Kunden*innen bei der Suche nach einem Redner oder Rednerin auf Dich stoßen, musst Du Ihnen nicht erst erklären WAS Du tust, sondern vielmehr WER Du bist. Was Du tust, tun viele. Wer Du bist, ist einmalig.

Das bedeutet: Wer in seinen Redner*innen Job ernst machen will, sollte erst einmal auf sich selbst schauen, bevor er sich den Menschen zeigt.

Was sind Deine Werte, welche Eigenschaften charakterisieren Dich, welche Leidenschaft macht Dich aus, was ist Deine Lebensbotschaft?

Diese Antworten in einem entsprechenden Design umzusetzen ist dann die Vollendung Deines persönlichen Markenaufbaus.

Für alle, die sich eine ganz individuelle Hilfestellung bei den wichtigsten Schritten in diesem spannenden Prozess wünschen, haben Heike und ich unser „Marken-Webinar“ speziell für Freie Redner*innen aufgebaut.

Nachdem Du Deine unverwechselbare Marke aufgebaut hast, ist es Zeit Dein Marketing anzugehen. Ausgehend von Deiner Zielgruppe platzierst Du Dich jetzt strategisch genau da und genau so, wie Du von Deinen zukünftigen Kundinnen und Kunden optimal gefunden wirst.

Es ist meist uneffektiv, auf allen Kanälen ein wenig und meist amateurhaft präsent zu sein.
Besser Du konzentrierst Deine Kraft und Deine Mittel auf ein bis drei Kanäle und bist dort effizient und richtig gut.

Auf welchen Kanälen Du Dich präsentieren solltest?
Das entscheidest nicht Du, sondern Deine Kundinnen und Kunden.

Der Weg in die volle Selbständigkeit als Freier Redner oder Freie Rednerin ist ein Weg mit Höhen und Tiefen, aber er lohnt sich.

Wer bereit ist, diesen Weg systematisch und konsequent zu gehen, wird am Ende belohnt, weil er zum großen Teil seine Zeit mit dem füllt, was er liebt: Menschen zu begegnen und sie durch sehr gute Zeremonien zu bereichern.

Was Dir niemand abnehmen kann, ist das Risiko. Das führt immer wieder zu Unsicherheiten und auch gerne mal zu schlaflosen Nächten. Ich weiß, wovon ich rede ;).

Ich wünsche Dir viel Erfolg in unserem Traumberuf, denn:
Jeder Mensch hat eine gute Zeremonie verdient!

Euer Martin Lieske

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