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Die Krise und ihre Auswirkungen auf den Markt der Freien Redner und Rednerinnen

Gedanken von Martin Lieske, Inhaber Freie Redner

Juli 2022 – Die Inflation ist offiziell auf 8,2% gestiegen (Stand 21.07.2022), ein historisches Hoch. Seit fast 50 Jahren hatten wir in unserem Land nicht mehr mit einer derartigen Preissteigerung und Geldentwertung zu tun. Und das Ende der Wirtschaftskrise ist nicht in Sicht, im Gegenteil.

Die steigenden Energiekosten, die Gasknappheit, die erschwerten Bedingungen in der Landwirtschaft werden die Bevölkerung im Herbst, spätestens im Winter mit voller Wucht treffen.

Über die Gründe dieser Inflation möchte ich mich in diesem Beitrag nicht auslassen, sondern mich auf die Auswirkungen für unseren Berufsstand der Freien Redner*innen konzentrieren.
Ich empfehle das Interview mit dem Wirtschaftswissenschaftler Hans- Werner Sinn:
Inflation ist eine Katastrophe .

Vereinfacht gesagt haben die Mehrzahl unserer Kunden schon jetzt weniger Geld zur Verfügung.

Und auch wir bekommen natürlich im privaten wie auch im beruflichen Umfeld die gesteigerten Preise deutlich zu spüren.

Was haben diese beiden Fakten nun für Auswirkungen auf unser Vorgehen in der Krise? Wie reagieren wir jetzt? Und was bedeutet diese historische Wirtschaftskrise für den Bedarf an Freien Rednern und Rednerinnen in Deutschland?

Hier meine Antworten, die keinen Anspruch auf eine Allgemeingültigkeit haben und lediglich meine eigenen Gedanken und mein Vorgehen widerspiegeln.

  1. Werde ich mein Honorar erhöhen?
    Der erste Reflex als Selbständige*r in einer Zeit der Inflation ist, das eigene Honorar entsprechend anzuheben. Das Auslösen dieser Reaktion ist durchaus logisch.
    Auch wir als Redner und Rednerinnen haben gesteigerte Kosten; das will man schließlich wieder „rein bekommen“ und gibt das somit an seine Kund*innen weiter.
    Warum eigentlich? „Na ja, damit ich am Ende den Verlust ausgleiche und mein Gewinn sich nicht verringert.“Ich glaube, dass dieses Denken zu kurz gedacht ist. Wenn alle die Inflation nur nach unten durchreichen, um die eigenen Verluste auszugleichen, wird es am Ende die treffen, die für alles mehr bezahlen, aber nicht mehr verdienen: Die Angestellten – der Großteil unserer Kunden und Kundinnen.Wer sagt eigentlich, dass in einem historischen Krisenjahr nicht auch wir Rednerinnen und Redner weniger haben, weniger verdienen, als in einem normalen Jahr?

    Fakt ist, dass unsere Kund*innen teilweise deutlich weniger Geld zur Verfügung haben. Ob es dann klug ist, genau in dieser Phase seine Honorare anzuheben, möchte ich zumindest stark in Frage stellen. Eventuell werden genau die Freien Redner und Rednerinnen die Gewinner sein, die in ihren Honoraren stabil bleiben, während die Konkurrenz die Preise erhöht.

    Ich für meinen Teil habe das so sowohl für mich als auch für unser Unternehmen Freie Redner entschieden. Die Agenturbeiträge werden genau jetzt nicht steigen.
    Am Ende zeigt es auch einen gewissen Anteil meiner Motivation, die nie darin lag, viel Geld zu verdienen und stets das Maximum rauszuholen, sondern den Menschen gute Zeremonien zu bereiten.

  2. Hat die Krise Auswirkungen auf die Nachfrage für Zeremonien?
    Gerne möchte ich nochmal auf das anfangs verlinkte Interview verweisen. Hans-Werner Sinn wird gefragt, was seine Botschaft an die Bürger sei. Der Wirtschaftswissenschaftler antwortet:„Jungen Menschen kann man nur raten: Besinnt euch auf traditionelle Familienbilder, seht zu, dass ihr Kinder habt, damit ihr mit diesen Kindern alt werden könnt. Der Zusammenhalt in der Familie wird angesichts der Schwierigkeiten des Staates immer wichtiger werden.“Wohlgemerkt: Das sagt ein Top-Ökonom und kein Sozialwissenschaftler!Ein Blick in die Vergangenheit zeigt uns, dass gerade in den Krisenjahren den Menschen immer bewusst wurde, was wirklich trägt: Beziehungen.
    Beziehungen musst Du Dir nicht kaufen, liebevolle Beziehungen tragen in Krisen mehr als das vollste Bankkonto.
    Eine Krise alleine durchzustehen, kostet in jeglicher Hinsicht mehr Kraft, als eine Krise mit Menschen zu durchleben, die eng beieinander stehen.
    Und genau darum geht es in unseren Zeremonien.
    Beziehungen zu gründen, zu feiern, liebevoll zu verabschieden, zu ehren.
    Daher glaube ich sogar, dass der Wunsch nach guten Zeremonien zunehmen wird. Eine gute Ausgangslage für alle, die jetzt Trauredner werden möchten.

    Zudem beinhalten die Zeremonien auch immer zusätzlich das Zusammensein, das Treffen, das Wiedersehen von Menschen.
    Menschen werden in der Krise wieder verstärkt den Wert von liebevollen Beziehungen entdecken und es als unerlässlich empfinden, diese zu feiern und zu ehren. Und wenn wir als Freie Redner*innen auch noch krisensichere Werte vermitteln, Botschaften zur Verbesserung von Beziehungen attraktiv und demütig weitergeben, wird sich unser Wert erhöhen.

    Daher denke ich, dass wir die kommende Krise gut überstehen werden.
    Ich wünsche uns allen viel Kraft und Zusammenhalt in diesen unruhigen Zeiten!

Mit ganz viel Entschlossenheit:
Martin Lieske

Heike, Anika und Carina sitzen auf einem Stuhl

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