Selbstständigkeit Trauredner*in – Tipps & Ratschläge
Wenn Du Dich mit dem Gedanken trägst, als Trauredner*in durchzustarten, wirst Du oft von romantischen Bildern begleitet: wunderschöne Zeremonien, bewegte Momente, nur glückliche Menschen um Dich herum – und ein eigener, freier Beruf, der Dir Sinn schenkt. Doch hinter der Fassade lauern zahlreiche Herausforderungen. In diesem Artikel zeige ich Dir ehrlich und praxisnah, welche Hürden eine Trauredner Selbstständigkeit mit sich bringt und worauf Du achten musst, um als selbstständiger Trauredner oder selbstständige Traurednerin langfristig erfolgreich zu sein.
Warum Selbstständigkeit als Trauredner*in? Chancen & Risiken
Wenn Du den Wunsch hast, als Traurednerin zu arbeiten, führt in Deutschland kein Weg an der Selbstständigkeit vorbei. Denn anders als in klassischen Berufen gibt es keine feste Anstellungen für Traurednerinnen – alle Redner*innen arbeiten auf selbstständiger Basis. Das bedeutet: Wenn Du in diesem Beruf Fuß fassen möchtest, wirst Du selbstständig tätig sein müssen. Das macht diesen Weg besonders frei, aber eben auch besonders herausfordernd.
Der Reiz: Freiheit, Gestaltungsspielraum und echte Verbindung
Die Selbstständigkeit als Trauredner*in ist für viele ein Herzensweg. Du begleitest Paare an einem der bedeutendsten Tage ihres Lebens, gestaltest emotionale Zeremonien und schenkst unvergessliche Erinnerungen. Dabei bringst Du Deine Persönlichkeit, Deine Stimme und Deine Worte ein. Auf eine Art, wie es kaum ein anderer Beruf ermöglicht.
Dazu kommt die gestalterische Freiheit: Du entscheidest, wie Deine Zeremonien aussehen, mit welchen Paaren Du arbeiten möchtest, wie Dein Arbeitsalltag strukturiert ist und wie Du Deine Honorare kalkulierst. Viele empfinden es als große Befreiung, sich nicht in starre Unternehmensstrukturen einordnen zu müssen. Stattdessen kannst Du etwas Eigenes aufbauen, das zu Dir passt und nur Du entscheidest.
Gerade für Menschen, die schon erste berufliche Erfahrungen gesammelt haben und sich nun nach Veränderung, mehr und Selbstverwirklichung im Berufsleben sehnen, ist das ein großer Antrieb.
Die Realität: Verantwortung, Unsicherheit und viele offene Fragen
So erfüllend diese Arbeit ist – die Selbstständigkeit bringt auch Unsicherheiten mit sich. Es gibt kein festes Gehalt, keinen klaren Karriereplan und niemanden, der Dir sagt, was Du als Nächstes tun musst. Du bist selbst dafür verantwortlich, wie viele Aufträge Du bekommst, wie Deine Kund*innen Dich finden, wie Du Dich absicherst und wie Deine berufliche Zukunft aussieht.
Gerade in der Anfangsphase tauchen viele Fragen auf:
- Wie komme ich überhaupt an erste Aufträge?
- Was darf oder muss ich für eine Zeremonie berechnen?
- Wie melde ich mein Gewerbe oder meine freiberufliche Tätigkeit richtig an?
- Wie sichere ich mich sozial und finanziell ab?
- Was ist, wenn ich krank werde oder einen Termin nicht wahrnehmen kann?
Diese Themen können schnell überfordern – besonders dann, wenn man sie allein stemmen muss. Ohne ein gutes Fundament kann die anfängliche Euphorie schnell in Frust umschlagen.
Lesetipp: Kann man nebenberuflich Traureder werden?
Die gute Nachricht: Selbstständigkeit kann man lernen
Die gute Nachricht ist: All diese Herausforderungen sind lösbar. Selbstständigkeit ist kein Talent, das man „einfach hat”: sie ist ein Handwerk. Wenn Du bereit bist, Dich Stück für Stück mit den verschiedenen Aspekten auseinanderzusetzen, Dir Wissen anzueignen und gegebenenfalls Unterstützung zu holen, kannst Du eine stabile Selbstständigkeit aufbauen.
Denn: Die Nachfrage nach Freien Trauredner*innen ist ungebrochen. Immer mehr Paare wünschen sich individuelle Zeremonien, abseits von Kirche und Standesamt. Wer professionell, empathisch und zuverlässig arbeitet, wird früher oder später erfolgreich, sofern das unternehmerische Drumherum mitwächst.
Dein erster Schritt? Die Teilnahme an unserem kostenfreien und digitalen Infoabend. Hier lernst Du zwei selbständige Trauredner*innen kennen, die aus dem Arbeitsalltag berichten und die Du mit Fragen löchern kannst.
Kostenfreier Infoabend
- Erhalte sofort ein 75-minütiges Ausbildungsvideo
- Erfahre die 5 Voraussetzungen, um ein guter Freier Redner zu werden und zu bleiben
- Nimm am Infoabend teil und stelle Deine Fragen
- Lerne unsere Ausbilder und Ausbilderinnen kennen
- Bekomme wertvolle Informationen aus der Praxis
- Erhalte ein PDF mit allen Informationen
- Erfahre, warum diese Tätigkeit sinnstiftend ist
Kundenakquise als selbstständige Traurednerin: Ohne Auftrag kein Einkommen
Einer der größten Stolpersteine auf dem Weg in die Selbstständigkeit als Trauredner*in ist die Kundengewinnung. Denn so emotional und schön die Tätigkeit selbst auch ist, am Ende lebt Dein Business davon, dass Dich Paare finden, anfragen und buchen. Und genau das ist zu Beginn nicht selbstverständlich.
Der Markt wächst, aber mit ihm auch die Konkurrenz. Viele, die neu starten, fragen sich:
- Woher sollen meine ersten Paare kommen?
- Wie präsentiere ich mich authentisch und überzeugend?
- Welche Plattformen funktionieren wirklich – und welche kosten nur Zeit und Geld?
Viele Einsteiger*innen versuchen sich an Instagram-Posts, einer selbst gebastelten Website oder Einträgen auf Hochzeitsportalen – mit durchwachsenen Ergebnissen.
Die Lösung: Strategisch und mehrgleisig denken
Eine erfolgreiche Kundenakquise braucht Struktur, Ausdauer und ein gutes Verständnis dafür, wo Deine Wunschpaare unterwegs sind – online und offline. Hier ein paar bewährte Wege:
- Professionelle Website mit klarem Profil: Eine hochwertige, gut strukturierte Website ist Deine digitale Visitenkarte. Sie sollte Deine Persönlichkeit zeigen, Antworten auf häufige Fragen liefern und Vertrauen aufbauen.
- Social Media gezielt nutzen: Instagram eignet sich hervorragend, um emotionale Einblicke zu geben, z.B. etwa durch Fotos von Zeremonien, persönliche Gedanken oder kurze Videos. Wichtig: Authentizität schlägt Perfektion.
- Kooperationen mit anderen Hochzeitsdienstleister*innen: Fotografinnen, Floristinnen, DJ’s, Wedding-Planner. Wer in der Branche vernetzt ist, wird oft weiterempfohlen.
- Regionale Präsenz zeigen: Hochzeitsmessen, lokale Netzwerke oder Flyer in Brautmodengeschäften können gerade zu Beginn wertvolle regionale Reichweite bringen.
- Suchmaschinenoptimierung (SEO): Wenn Deine Website bei Google gefunden wird (z. B. für „Traurednerin in Köln“) und weit oben angezeigt wird, hast Du einen entscheidenden Vorteil gegenüber vielen Mitbewerber*innen.
Hier kannst du mir Informationen über die Kundengewinnung als Trauredner finden!
Der große Vorteil für unsere Absolvent*innen: Die Freie Redner Agentur
Ein echter Gamechanger für viele, die bei uns ihre Ausbildung absolvieren, ist die Freie Redner Agentur. Nach dem erfolgreichen Abschluss Deiner Ausbildung kannst Du Mitglied dieser exklusiven Agentur werden und damit direkt Zugang zu Anfragen von Paaren erhalten.
Die Agentur vermittelt aktiv Aufträge an ihre Mitglieder und übernimmt einen großen Teil des Marketings. Für viele Absolvent*innen bedeutet das: weniger Kaltakquise, mehr Fokus auf das, was sie lieben – emotionale, authentische Zeremonien gestalten.
Interessant: Braucht man dazu ein Trauredner Zertifikat?
Gerade in den ersten Monaten nach der Ausbildung ist das eine enorme Entlastung und kann Dir den Einstieg erheblich erleichtern. Denn anstatt Dich durch unzählige Plattformen zu kämpfen oder auf Zufälle zu hoffen, wirst Du aktiv unterstützt und sichtbar gemacht. Des Weiteren bietet die Agentur auch die Möglichkeit für Weiterbildung, Beratung in schwierigen Situationen und die wertvolle Vernetzung mit anderen Rednern und Rednerinnen.
Da willst Du mehr darüber erfahren? Unser digitaler Infoabend ist der ideale Ort dafür!
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Bürokratie & Existenzgründung: Was auf Dich zukommt – und wie Du souverän damit umgehst
Viele, die sich als Trauredner*in selbstständig machen möchten, kommen ursprünglich aus ganz anderen Berufsfeldern – etwa aus dem sozialen Bereich, aus dem Marketing oder aus der Veranstaltungsbranche. Was aus der Erfahrung als Angestellte aber oft fehlt, ist das Wissen rund um die formalen Anforderungen, die mit einer Selbstständigkeit einhergehen.
Und hier liegt eine große Hürde: Denn sobald Du als selbstständige Traurednerin oder selbstständiger Trauredner auftrittst, wirst Du zur Unternehmer*in – mit allen Rechten und Pflichten. Steuerliche Anmeldung, Vertragsgestaltung, Rechnungen schreiben, Datenschutz – all das gehört plötzlich zu Deinem Alltag.
Gerade am Anfang kann das einschüchternd wirken: Du möchtest doch eigentlich Reden schreiben, Menschen berühren und Zeremonien gestalten und nicht stundenlang Formulare ausfüllen oder rechtliche Risiken googeln.
Schritt für Schritt in die Selbstständigkeit: So gehst Du es richtig an
- Freiberuflich oder gewerblich?
Zunächst stellt sich die Frage, wie Deine Tätigkeit steuerrechtlich eingeordnet wird. In vielen Fällen gelten Traurednerinnen als Freiberuflerinnen, weil sie eine künstlerisch-sprachliche Leistung erbringen. Das bedeutet: keine Gewerbesteuer, keine IHK-Pflichtmitgliedschaft, vereinfachte Buchführung.
Aber Achtung: Je nachdem, wie Du Dein Angebot gestaltest (z. B. wenn Du zusätzliche Dienstleistungen verkaufst oder Reden mehrfach verwertest), kann das Finanzamt auch eine gewerbliche Tätigkeit annehmen. Hier lohnt es sich, direkt zu Beginn mit einem Steuerberater zu sprechen.
- Anmeldung beim Finanzamt
Sobald Du Einnahmen erzielen möchtest, musst Du beim Finanzamt den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen. Das geht mittlerweile digital über ELSTER. Dort gibst Du an, was genau Du tust, wie hoch Du Deine ersten Umsätze schätzt und ob Du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmst (mehr dazu unten). - Impressum, Datenschutz, AGB
Sobald Du eine Website betreibst oder Verträge mit Paaren schließt, brauchst Du rechtssichere Dokumente:
- Ein Impressum mit Deinen vollständigen Kontaktdaten
- Eine Datenschutzerklärung, die den Anforderungen der DSGVO entspricht
- Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB), in denen z. B. Zahlungsfristen, Stornobedingungen und Verantwortlichkeiten geregelt sind
Wenn Du Dich hier unsicher fühlst, kannst Du mit geprüften Vorlagen arbeiten – oder direkt über unsere Rednerwelt einen Profi beauftragen.
- Verträge und Absicherung
Spätestens wenn Dein erster Auftrag kommt, brauchst Du einen professionellen Vertrag. Dieser regelt u. a.:
- Leistungsumfang (inkl. Vorgespräche, Zeremonie, Nachbereitung)
- Reisekosten
- Absagen durch das Paar oder Dich selbst (inkl. Ausfallregelung)
- Zahlungsmodalitäten
Ein sauberer Vertrag schützt beide Seiten und zeigt: Du arbeitest professionell.
Buchhaltung & Steuern: Keine Panik – mit dem richtigen System behältst Du den Überblick
Für viele ist das Thema Buchhaltung das unbeliebteste Kapitel der Selbstständigkeit. Rechnungen, Quittungen, Umsatzsteuer, Steuervorauszahlungen. Klingt ertstmal trocken und abschreckend, aber: Es ist ein zentraler Bestandteil Deiner unternehmerischen Verantwortung. Und die gute Nachricht ist: Mit einem passenden System kannst Du viel automatisieren und Deine Zahlen im Griff behalten.
Das brauchst Du zu Beginn wirklich
- Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)
Als selbstständiger Traurednerin kannst Du in der Regel eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung nutzen. Das bedeutet: Du stellst Deine Einnahmen den Ausgaben gegenüber und ermittelst so Deinen Gewinn. Dafür brauchst Du kein Bilanzwissen – ein einfaches Tabellen- oder Buchhaltungsprogramm reicht. - Rechnungen schreiben
Jede Leistung, die Du erbringst, muss in einer formell korrekten Rechnung dokumentiert werden – mit Datum, Steuernummer, Rechnungsnummer, Leistungsbeschreibung, Betrag und ggf. Umsatzsteuer. - Kleinunternehmerregelung: Ja oder Nein?
Wenn Du im ersten Jahr unter 25.000 € Umsatz bleibst (Stand 2025), kannst Du von der Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) Gebrauch machen. Das heißt: Du erhebst keine Umsatzsteuer und führst keine an das Finanzamt ab. Das ist zu Beginn oft hilfreich, weil Du weniger Bürokratie hast und für Paare günstiger erscheinst.
Wenn Du allerdings vorhast, in kurzer Zeit zu wachsen oder viele Investitionen tätigst (z. B. Website, Technik, Werbung), kann es sinnvoll sein, Umsatzsteuerpflichtig zu starten – dann darfst Du nämlich die Vorsteuer zurückholen.
- Ausgaben dokumentieren
Sammle alle Belege – egal ob Papier oder digital. Dazu gehören z. B.:
- Fahrtkosten
- Material (Technik, Kleidung, Laptop)
- Werbekosten
- Bürokosten
- Fortbildungen
- Versicherungen
Je nach Rechtslage kannst Du viele dieser Kosten steuerlich geltend machen und so Deinen Gewinn reduzieren.
- Steuerberater – ja oder nein?
Gerade im ersten Jahr kann es hilfreich sein, mit einem Steuerberater oder einer Beraterin zusammenzuarbeiten. Sie helfen Dir nicht nur beim Jahresabschluss, sondern geben Dir auch Sicherheit im Umgang mit Umsatzsteuer, Abschreibungen und Fristen. Später kannst Du entscheiden, ob Du das selbst übernehmen möchtest.
Tipp: In unserer Ausbildung erhältst Du einen grundlegenden Überblick über Buchhaltung, Steuern und Abrechnung, so dass Du selbstbewusst und vorbereitet starten kannst.
Versicherungen: Was Du wirklich brauchst – und was noch warten kann
Als selbstständige Traurednerin trägst Du nicht nur Verantwortung für Deine Worte, sondern auch für alles, was rundherum passiert. Und auch wenn es schwerfällt: Du musst Dich mit der Frage beschäftigen, was passiert, wenn etwas schiefgeht. Ein plötzlicher Krankheitsausfall, eine rechtliche Auseinandersetzung oder ein technischer Schaden kann Dich finanziell belasten. Sicherer fühlst Du Dich, wenn Du Dich vorab gut absicherst.
Die wichtigsten Versicherungen im Überblick
- Berufshaftpflichtversicherung
Diese Versicherung springt ein, wenn durch Deine Tätigkeit ein Schaden entsteht – z. B. ein Paar verklagt Dich, weil Du versehentlich sensible Daten veröffentlicht hast oder ein Equipment-Ausfall die Zeremonie stört. - Betriebshaftpflichtversicherung
Wenn Dritte durch Deine Tätigkeit zu Schaden kommen (z. B. Du beschädigst bei einer Zeremonie versehentlich Mobiliar) greift diese Versicherung. - Krankenversicherung
Als Selbstständige bist Du verpflichtet, Dich kranken- und pflegezuversichern – entweder gesetzlich oder privat. Die Beiträge sind einkommensabhängig, können aber zu Beginn hoch erscheinen. Informiere Dich gut über Tarife, Leistungen und Kombimodelle. - Berufsunfähigkeitsversicherung
Was passiert, wenn Du langfristig krank wirst? Gerade in einem Beruf, der von Stimme, Präsenz und Ausdruck lebt, ist diese Absicherung extrem wichtig. - Altersvorsorge
Anders als bei Angestellten zahlt niemand automatisch für Deine Rente ein. Das bedeutet: Du musst eigenverantwortlich vorsorgen – z. B. über private Rentenversicherungen, Fonds oder Rücklagen. Je früher Du anfängst, desto besser. - Rechtsschutzversicherung (optional)
Diese Versicherung hilft Dir bei rechtlichen Auseinandersetzungen – etwa bei Streitigkeiten mit Kundinnen oder Partnerinnen.
Tipp: Du musst nicht alles auf einmal abschließen. Starte mit dem Notwendigsten und baue Deinen Schutz nach und nach aus. In unserer Ausbildung bekommst Du eine fundierte Einführung in genau diese Themen – inklusive Empfehlungen, worauf Du wirklich achten solltest.
Preisgestaltung & Kalkulation als Trauredner*in
Gerade am Anfang ist die Preisfrage eine der größten Unsicherheiten. Viele Trauredner*innen neigen dazu, ihre Leistung zu niedrig anzusetzen – aus Angst, keine Aufträge zu bekommen. Andere übernehmen pauschale Preisvorschläge aus dem Internet, ohne zu prüfen, ob sie damit überhaupt ihre Kosten decken können.
Doch Dein Honorar ist nicht einfach eine Zahl. Es ist ein Ausdruck Deines Wertes, Deines Aufwands und Deiner Professionalität. Und: Es entscheidet maßgeblich darüber, ob Deine Selbstständigkeit langfristig tragfähig ist.
Der häufigste Fehler: Zeit und Aufwand unterschätzen
Viele unterschätzen, wie viel Arbeit hinter einer einzigen Trauung steckt:
- Vorgespräch (oft mehrere Stunden)
- Recherche und individuelle Ausarbeitung der Rede
- Abstimmung mit Paar, Location, ggf. Musik oder anderen Beteiligten
- Anreise und Durchführung der Zeremonie
- Nachbereitung
In Summe sind es oft 10 bis 20 Stunden Arbeitszeit pro Hochzeit, manchmal mehr. Wenn Du für eine Zeremonie nur 400 € verlangst, arbeitest Du am Ende unter Mindestlohnniveau.
So kalkulierst Du realistisch
Ein professioneller Stundensatz für Selbstständige liegt (je nach Branche und Qualifikation) zwischen 60 und 150 € netto – mindestens. Daraus ergibt sich bei 15 Stunden Aufwand schnell ein Betrag von 900 bis 1.500 € pro Zeremonie.
Berücksichtige bei Deiner Preisgestaltung:
- Deine Fixkosten (Website, Versicherungen, Technik, Fortbildungen)
- Deine Arbeitszeit (inkl. Akquise, E-Mails, Vorbereitung)
- Deine Urlaubs- und Krankheitstage
- Deine Rücklagen und Altersvorsorge
- Deine Steuerlast
Tipp: Erstelle Dir eine einfache Excel-Kalkulation oder nutze Tools, um Deine Zielumsätze zu berechnen. So siehst Du auf einen Blick, ob Dein Preis zu Deinen Zielen passt.
Hier kannst Du alles über das Trauredner Gehalt und die dazugehörige Kalkulation erfahren.
Preispsychologie & Kommunikation
Es geht nicht nur darum, was Du verlangst, sondern auch wie Du es kommunizierst. Viele Paare haben keinen Vergleich und verstehen auf Anhieb nicht, warum eine Rede mehrere Hundert Euro kostet. Deine Aufgabe ist es, Deinen Wert zu erklären:
- Zeige transparent, was in Deinem Angebot enthalten ist
- Beschreibe Deinen individuellen Prozess
- Stelle heraus, warum Du diesen Preis wert bist
- Nutze echtes Feedback von Paaren, um Vertrauen aufzubauen
Und vor allem: Steh zu Deinem Preis. Wer mit Herzblut arbeitet, professionell auftritt und eine bedeutende Rolle im Leben zweier Menschen übernimmt, darf und soll fair bezahlt werden.
Persönliche Hürden & mentale Herausforderungen als selbstständiger Trauredner
Die beste Ausbildung, das schönste Logo, die professionellste Website – all das bringt wenig, wenn Dich innere Blockaden bremsen. Viele, die als selbstständige Traurednerin starten, sind nicht nur mit bürokratischen oder fachlichen Themen konfrontiert, sondern vor allem mit sich selbst.
Typische Gedanken:
- „Bin ich gut genug?“
- „Wer bin ich, dass ich Geld für meine Worte verlange?“
- „Was, wenn ich bei der ersten Trauung versage?“
- „Was, wenn niemand mich bucht?“
Diese Selbstzweifel sind völlig normal. Sie gehören zum Prozess dazu – besonders in einem Beruf, in dem Du Dich emotional, sprachlich und persönlich zeigst.
Wege zu mehr Sicherheit & Selbstvertrauen
- Praxis statt Perfektion:
Du musst nicht perfekt sein – Du musst anfangen. Die Sicherheit kommt mit der Erfahrung. Jede Zeremonie, jedes Feedback, jede Begegnung stärkt Deine Kompetenz.
Hilft hier ein Fragebogen für die Freie Trauung?
- Austausch & Community:
Such Dir Gleichgesinnte. In unserer Ausbildung und über die Freie Redner Community triffst Du Menschen, die ähnliche Fragen, Ängste und Ziele haben. Gemeinsam geht es leichter und Du merkst: Du bist nicht allein. - Mentale Vorbereitung:
Vor wichtigen Terminen hilft es, Rituale zu entwickeln: Atemübungen, kurze Spaziergänge, Visualisierungen. Auch schriftliche Selbstreflexion kann helfen, Gedanken zu sortieren und den Fokus zu halten. - Grenzen & Selbstfürsorge:
Gerade, wenn Du Familie hast oder viel gibst, ist es wichtig, Deine Energie zu schützen. Setze klare Zeiten für Arbeit und Pause. Sag auch mal Nein! Das macht Dich nicht unprofessionell, sondern gesund. - Feiere kleine Erfolge:
Nicht nur der erste große Auftrag ist ein Meilenstein. Auch Dein erster Instagram-Post, die erste Anfrage, die erste Rede, die gut gelaufen ist – das alles zählt. Halte Dir Deine Fortschritte vor Augen.
Wie eine fundierte Ausbildung Dir beim Start hilft
All diese Herausforderungen:Kundenakquise, Bürokratie, Buchhaltung, Versicherungen, Preisgestaltung, mentale Stärke – lassen sich systematisch angehen. Eine qualitativ hochwertige Ausbildung zum Trauredner / zur Traurednerin kann Dir dabei enorm helfen:
- Strukturierter Fahrplan: Du bekommst einen klaren Fahrplan von A bis Z, was Du wann tun solltest.
- Rechts- und Steuerwissen: Du lernst Grundlagen wie Vertragsrecht, Steuerfragen, Versicherungen.
- Marketing & Positionierung: Du bekommst Tools und Strategien, wie Du sichtbar wirst und Deine Nische findest.
- Praxiswissen & Übung: In Gruppenarbeiten, Übungen und dem Schreiben und Halten Deiner ersten eigenen Rede gewinnst Du Sicherheit.
- Netzwerk & Mentor*innen: Der Austausch mit erfahrenen Rednerinnen und anderen Teilnehmerinnen hilft enorm.
- Fehlervermeidung: Du vermeidest typische Anfängerfehler, sparst Zeit und schützt Dich vor teuren Irrtümern.
Mit einem guten Fundament kannst Du von Anfang an selbstbewusst auftreten und musst nicht alles durch Trial-and-Error lernen. Deine zukünftigen Kunden und Kundinnen werden es Dir danken!
Um den Stein ins Rollen zu bringen, empfehle ich Dir, unseren Infoabend zu besuchen. Hier stellen zwei sehr erfahrene Trauredner den Beruf und die Ausbildung vor. Ganz bequem von zu Hause aus. Wir würden uns sehr freuen Dich dort begrüßen zu dürfen!
Kostenfreier Infoabend
- Erhalte sofort ein 75-minütiges Ausbildungsvideo
- Erfahre die 5 Voraussetzungen, um ein guter Freier Redner zu werden und zu bleiben
- Nimm am Infoabend teil und stelle Deine Fragen
- Lerne unsere Ausbilder und Ausbilderinnen kennen
- Bekomme wertvolle Informationen aus der Praxis
- Erhalte ein PDF mit allen Informationen
- Erfahre, warum diese Tätigkeit sinnstiftend ist


