Kooperationen für Trauredner: So füllt sich Dein Kalender

Elegante Hochzeitslocation mit Blumen, Kerzen und festlicher Dekoration, ideal für Trauredner und Hochzeitsplaner, um unvergessliche Zeremonien zu gestalten.

Stell Dir vor, Dein Telefon klingelt und am anderen Ende ist ein Brautpaar, das Dich unbedingt buchen will – weil ihr Fotograf ihnen gesagt hat, dass Du der oder die Beste bist. Ohne teure Werbung, ohne Kaltakquise.

Die meisten von uns starten als leidenschaftliche Einzelkämpfer. Wir schreiben emotionale Reden, führen stundenlange Vorgespräche und wuppen das Marketing nebenher solo. Dabei liegt Dein größtes Potenzial direkt vor Deiner Nase. Es sind die anderen Profis, die am Hochzeitstag direkt neben Dir stehen.

Doch eine echte Partnerschaft ist viel mehr als nur das stumpfe Tauschen von Visitenkarten am Buffet. In diesem Beitrag erfährst Du, wie Du Dir ein Netzwerk aufbaust, das Dein Business wirklich trägt. Ich zeige Dir Partner, an die Du bisher sicher noch nicht gedacht hast. Wir machen heute Schluss mit dem Alleingang. Sorgen wir gemeinsam für mehr Sichtbarkeit und genau die Anfragen, die perfekt zu Dir passen.

Die Psychologie der Buchung: Wer kommt wann ins Spiel?

Die Strategische Partner-Timeline

Wann entscheidet sich das Paar für wen? Nutze das Timing für Dein Marketing.

Phase 1: Der Funke

Die Hidden Champions

Juweliere Goldschmiede Tanzschulen

Dein Vorteil: Hier ist das Paar noch ganz am Anfang. Wenn Du hier präsent bist, hast Du keine Konkurrenz.

Phase 2: Das Fundament

Die Gatekeeper

Locations Weddingplanner Brautmode

Dein Vorteil: Diese Partner setzen den Rahmen. Eine Empfehlung von ihnen ist fast so gut wie eine Buchung.

Phase 3: Die Buchung

Du als Trauredner

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt für Deine Buchung. Du schließt die Lücke zwischen Ort und Emotion.

Phase 4: Der Tag

Die Teamplayer

Fotografen Musiker / DJ Stylisten

Dein Vorteil: Hier sicherst Du Dir Empfehlungen für das nächste Jahr durch professionelles Miteinander.

Phase 5: Die Erinnerung

Die Markenbotschafter

Videografen Papeterie Caterer

Dein Vorteil: Sie halten Deine Arbeit fest oder kontaktieren Paare nach dem Fest für Danksagungen.

Hast Du Dich schon mal gefragt, warum manche Kollegen ständig empfohlen werden und Du leer ausgehst? Das Geheimnis liegt oft einfach im richtigen Timing. Ein Brautpaar plant seine Hochzeit nach einer ganz festen Logik. Wenn Du verstehst, wer zu welchem Zeitpunkt das Ohr des Paares hat, kannst Du Dein Marketing viel gezielter steuern.

Ich teile diese Partner für Dich in drei wichtige Phasen ein:

1. Die Gatekeeper: Deine wichtigsten Türöffner

Diese Partner stehen ganz am Anfang der Reise. Meistens stehen der Termin und der Ort fest, noch bevor das Paar überhaupt nach einem Redner sucht.

  • Hochzeitslocations: Sie sind oft die allererste Anlaufstelle. Wenn die Location Dich empfiehlt, hast Du den Auftrag fast schon in der Tasche. Das Vertrauen ist hier am größten.
  • Weddingplanner: Sie kuratieren das gesamte Team. Ein Planer, der von Deiner Arbeit überzeugt ist, wird Dich immer wieder vorschlagen.
  • Brautmodengeschäfte: Hier wird der Traum von der Hochzeit oft das erste Mal richtig real. Ein kleiner Flyer oder eine persönliche Empfehlung im richtigen Moment wirkt Wunder.

Du bietest zweisprachige Traungen an? Das ist ein tolles Alleinstellungsmerksam!

2. Die Teamplayer: Deine Mitstreiter auf der Bühne

Diese Dienstleister werden oft zeitgleich mit Dir oder kurz nach Dir gebucht. Mit ihnen arbeitest Du am Tag der Trauung Hand in Hand.

  • Hochzeitsfotografen: Sie sind Deine besten Freunde. Wenn Du ihnen das Arbeiten leicht machst und sie Dich in Aktion sehen, empfehlen sie Dich liebend gerne weiter.
  • Musiker & DJs: Ein guter Redner stimmt sich mit der Musik ab. Wenn die Chemie zwischen euch stimmt, entsteht eine Magie, die auch das Paar spürt.

3. Die Markenbotschafter: Deine Versicherung für die Zukunft

Diese Partner kommen erst ins Spiel, wenn Deine eigentliche Arbeit fast getan ist. Doch sie sind Gold wert für Dein langfristiges Marketing.

  • Videografen: Sie halten Deine Worte für die Ewigkeit fest. Ein toller Ausschnitt Deiner Rede in ihrem Highlight-Video ist die beste Werbung, die Du bekommen kannst.
  • Papeterie-Designer: Sie gestalten die Danksagungskarten. Oft haben sie Kontakt zu Paaren, die gerade erst mit der Planung für das nächste Jahr beginnen.

 

Pro-Tipp: Fokus schlägt Gießkanne
Vergeude Deine Energie nicht damit, wahllos Visitenkarten zu verteilen. Konzentriere Dich zuerst auf die Gatekeeper (Locations & Planer). Sie sind Deine direkten Türöffner und füllen Deinen Kalender. Die Teamplayer (Fotografen & Musiker) sind Deine Versicherung für einen entspannten Arbeitstag vor Ort. Merk Dir: Gatekeeper bringen den Auftrag, Teamplayer sichern Deinen Ruf!

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Die Hidden Champions: Partner, an die Deine Konkurrenz nicht denkt

Die meisten Redner rennen den großen Locations die Bude ein. Das ist zwar logisch, aber dort ist der Wettbewerb auch am größten. Wenn Du wirklich schlau netzwerken willst, schau dorthin, wo die Paare ganz entspannt sind. Ich zeige Dir jetzt Partner, die oft völlig übersehen werden.

1. Juweliere & Goldschmiede: Der emotionale Startschuss

Der Weg zur Hochzeit beginnt fast immer mit einem Ring. Juweliere sind oft die allerersten Profis, die ein Paar nach der Verlobung besucht. Zu diesem Zeitpunkt ist meistens noch kein einziger anderer Dienstleister gebucht. Hier ist Deine Chance: Du triffst das Paar in einem Moment, in dem die Vorfreude am größten ist. Wenn der Goldschmied Deinen Namen fallen lässt, hast Du einen riesigen Vertrauensvorschuss. Frag doch mal nach, ob Du eine hochwertige Karte oder einen kleinen Flyer auslegen darfst. Wichtig ist, dass Dein Stil zur Ästhetik des Ladens passt.

2. Tanzschulen: Warum das für Dich Gold wert ist

Bevor es ernst wird, belegen viele Paare einen Hochzeits-Tanzkurs. Hier verbringen sie mehrere Wochen am Stück und bauen eine enge Bindung zum Tanzlehrer auf. In den Pausen wird viel gequatscht – oft über den aktuellen Stand der Planung und den Stress mit den Vorbereitungen. Deine Strategie: Biete der Tanzschule einen echten Mehrwert an. Du könntest zum Beispiel einen kurzen Gastbeitrag für deren Newsletter schreiben: „3 Tipps für eine entspannte Trauung“. So wirst Du als Experte sichtbar, ohne aufdringlich zu sein. Der Tanzlehrer wird Dich so viel lieber empfehlen.

3. Papeterie-Designer: Eure kreative Schnittstelle

Ein Grafiker entwirft die Einladungen, Menükarten und oft auch die Ablaufpläne für die Zeremonie. Das ist eine wunderbare Schnittstelle zu Deiner Arbeit. Ihr bedient denselben Geschmack und dieselbe Ästhetik. Mein Vorschlag: Erstellt ein gemeinsames Produkt. Wie wäre es mit einem Set für das „Eheversprechen“? Der Designer gestaltet hochwertige Karten und Du lieferst den Paaren eine Anleitung, wie sie ihren Text am besten formulieren. Das ist eine klassische Win-win-Situation, von der vor allem das Brautpaar profitiert.

4. Stylisten: Die Vertrauten am Hochzeitsmorgen

Hair & Makeup Artists verbringen beim Probetermin und am Morgen der Hochzeit Stunden mit der Braut. Dabei wird über alles gesprochen: die Ängste, die Vorfreude und natürlich auch über die anderen Profis am Tag. Stylisten hören ungefiltert, wer gut arbeitet und wer für Stress sorgt. So knüpfst Du Kontakt: Vernetze Dich auf Instagram mit Stylisten aus Deiner Region. Teilt gegenseitig eure Arbeiten. Wenn Du ein schönes Foto von einer glücklichen Braut postest, verlinke die Stylistin direkt. Das ist wertschätzend, schafft sofort Sympathie und sorgt dafür, dass sie Deinen Namen beim nächsten Styling fallen lässt.

Lesetipp: Natürlich hilft Dir eine tolle Website für Freie Redner dabei in Erinnerung zu bleiben.

Dein nächster Schritt
Mein Tipp für Dich: Such Dir zwei dieser Partner aus Deiner Stadt aus. Geh einfach mal vorbei oder schreib eine nette Nachricht. Frag nicht direkt nach Aufträgen, sondern überleg Dir, wie Ihr Euch gegenseitig unterstützen könnt. Das Eis kannst Du besonders gut brechen, wenn Du ihnen zuerst einen Kunden vermittelst. Das ist der beste Vertrauensvorschuss, den Du geben kannst – natürlich nur, wenn Du von deren Qualität wirklich überzeugt bist.

Qualitätssicherung: Wie Du die „richtigen“ Partner erkennst

Networking ist ein bisschen wie Dating. Du suchst nicht irgendwen, sondern jemanden, der wirklich zu Dir passt. Denn am Ende des Tages steht Dein guter Ruf auf dem Spiel. Wenn Du einen Fotografen empfiehlst und dieser liefert schlechte Arbeit ab, fällt das auch auf Dich zurück. Das Brautpaar hat schließlich Dir vertraut.

Damit Dir das nicht passiert, solltest Du Deine Partner nach diesen vier Kriterien auswählen:

1. Der Brand-Fit: Passt euer Stil zusammen?

Schau Dir die Website und die Social-Media-Kanäle Deiner potenziellen Partner genau an. Wenn Du für lockere Barfuß-Hochzeiten am Strand stehst, passt ein sehr konservativer Fotograf im Anzug vielleicht nicht in Dein Netzwerk.

  • Deine Checkliste: Sprechen wir die gleiche Sprache? Haben wir eine ähnliche Bildsprache? Fühlt sich unsere Zielgruppe an denselben Orten wohl? Nur wenn der Stil harmoniert, wird die Empfehlung für das Paar glaubwürdig.

Lesetipp: Erfahre hier, ob du auch nebenberuflich Trauredner werden kannst.

2. Die Zuverlässigkeit: Der Test im Vorfeld

Ein Profi erkennt einen anderen Profi oft schon an der Kommunikation. Wie lange dauert es, bis Du eine Antwort auf Deine E-Mail bekommst? Ist der Tonfall freundlich und verbindlich?

  • Das Warnsignal: Wenn ein Dienstleister schon bei einer einfachen Anfrage Tage braucht oder unzuverlässig wirkt, wird er das am Hochzeitstag wahrscheinlich auch sein. Spar Dir den Stress und suche Dir jemanden, auf den Du Dich blind verlassen kannst.

3. Professionalität vor Ort: Der Teamplayer-Check

Beobachte Deine Kollegen bei der Arbeit. Ein guter Partner ist am Hochzeitstag nicht nur für das Paar da, sondern auch für das Team.

  • Darauf solltest Du achten: Nimmt der Fotograf Rücksicht auf Deine Position während der Zeremonie? Spricht sich der Musiker kurz mit Dir ab? Wer sich am großen Tag wie eine Diva aufführt, ist kein guter Partner für eine langfristige Kooperation. Echte Profis halten sich gegenseitig den Rücken frei.

Wichtig: Kann man auch ohne Ausbildung Trauredner werden?

4. Der Werte-Check: Das Bauchgefühl entscheidet

Am Ende geht es um Vertrauen. Triff Dich mit potenziellen Partnern auf einen Kaffee. Redet nicht nur über Business, sondern über eure Vision von einer perfekten Trauung.

  • Die Kernfrage: Geht es dem Partner nur um das schnelle Geld oder brennt er genauso für die Geschichte des Paares wie Du? Wenn Du merkst, dass ihr die gleichen Werte teilt, ist das die beste Basis für eine Zusammenarbeit, die über Jahre hält.
Qualität vor Quantität
Ganz wichtig: Lieber drei richtig gute Partner, für die Du Deine Hand ins Feuer legst, als zwanzig Visitenkarten von Leuten, die Du kaum kennst. Qualität schlägt Quantität hier jedes Mal. Dein Netzwerk ist ein Aushängeschild für Deine eigene Professionalität. Eine Empfehlung aussprechen zu können ist toll, doch wenn Deine Partner es vergeigen, fällt das negativ auf Dich zurück!
Fotograf macht professionelle Hochzeitsfotos im Park während einer Trauung, um die besonderen Momente des Hochzeitstages festzuhalten.

Praxis-Guide: Kooperationen aktiv anbahnen (ohne Bittsteller zu sein)

Du weißt jetzt, wen Du brauchst. Aber wie sprichst Du diese Menschen an, ohne dass es sich nach kaltem „Verkauf“ anfühlt? Niemand mag Leute, die die Tür eintreten und sofort nach Empfehlungen fragen. Der Schlüssel zum Erfolg ist echtes Interesse und das Prinzip: Zuerst geben, dann nehmen.

1. Das „Zuerst Geben“-Prinzip

Bevor Du zum Hörer greifst, werde für Deinen Wunschpartner sichtbar. Das ist der einfachste Weg, um das Eis zu brechen.

  • Supporte sie auf Social Media: Folge ihnen auf Instagram. Kommentiere ihre Beiträge aufrichtig. Teile eine Arbeit von ihnen in Deiner Story und schreibe dazu, was Dir daran gefällt.
  • Verlinke sie: Wenn Du Fotos von einer Hochzeit postest, verlinke jeden Dienstleister, der dabei war. Das ist wertschätzend und sorgt dafür, dass Dein Name positiv im Gedächtnis bleibt.

2. Der Elevator Pitch: So klopfst Du an

Wenn Du den ersten Kontakt suchst – egal ob per Mail, Nachricht oder persönlich – fass Dich kurz. Dein Ziel ist kein Vertrag, sondern ein entspanntes Kennenlernen.

Beispiel für eine Location oder einen Planer:

„Hallo [Name], ich bin [Dein Name] und arbeite als Trauredner. Ich verfolge Deine Arbeit schon eine Weile und finde Deinen Stil bei [Beispiel für eine Hochzeit/Stil] großartig. Da wir eine ähnliche Zielgruppe haben, würde ich mich gerne mal kurz mit Dir austauschen. Hast Du nächste Woche Zeit für einen 15-Minuten-Kaffee? Ich würde gerne wissen, wie ich meinen Paaren Deine Arbeit noch besser vorstellen kann.“

Warum das funktioniert: Du schmeichelst ihnen ein bisschen und Du fragst nicht: „Kannst Du mich empfehlen?“, sondern: „Wie kann ich Dich unterstützen?“. Das öffnet Türen.

3. Styled Shoots: Der Turbo für Dein Netzwerk

Ein Styled Shoot ist ein inszeniertes Fotoshooting mit mehreren Dienstleistern. Es ist das perfekte Werkzeug, um eine Kooperation zu testen.

  • Gemeinsam Content erschaffen: Ihr baut eine Trau-Szene auf, engagiert Models und jeder liefert sein Bestes ab.
  • Das Ergebnis: Am Ende haben alle Beteiligten erstklassige Fotos für ihre Website und Social Media.
  • Die Bindung: Während des Shootings verbringt ihr Stunden miteinander. Du merkst sofort, ob die Chemie stimmt. Wenn ja, entstehen daraus oft lebenslange Business-Freundschaften.

4. Der Smalltalk am Hochzeitstag

Vergiss nicht: Dein bester Akquise-Moment ist Dein Auftritt vor Ort. Sei nicht der Redner, der fünf Minuten vor knapp kommt und sofort nach dem Mikro fragt.

  • Sei ein Teamplayer: Stell Dich beim Fotografen und beim Musiker vor. Frag den Fotografen kurz: „Wo stehst Du beim Einzug? Ich achte darauf, dass ich Dir nicht im Bild stehe.“
  • Der Effekt: Diese kleinen Gesten machen Dich zum Profi-Liebling. Solche Kollegen empfiehlt man extrem gerne weiter.

Dein nächster Schritt: Such Dir heute noch eine Person aus Deiner Region aus, deren Arbeit Du bewunderst. Schick ihr eine kurze, wertschätzende Nachricht oder kommentiere ihren neuesten Post. Fang klein an, aber fang an.

Situation Falscher Ansatz (Nehmen) Der Profi-Weg (Geben)
Erster Kontakt Der Bittsteller:

„Hallo, ich bin Redner. Kann ich meine Flyer bei Ihnen auslegen oder können Sie mich empfehlen?“

Der Partner:

„Ich bewundere Deine Arbeit bei XY. Wie kann ich meine Paare am besten auf Dein tolles Angebot aufmerksam machen?“

Social Media Der Einzelkämpfer:

Du postest ein Foto der Trauung, nennst aber nur Deinen eigenen Namen und Deine Website.

Der Teamplayer:

Du markierst alle Dienstleister (Deko, Location, Foto) und lobst deren Arbeit im Text ausdrücklich.

Am Hochzeitstag Die Diva:

„Wo ist mein Strom? Ich muss in 5 Minuten anfangen. Der Fotograf soll bitte nicht vor mir herlaufen.“

Der Kollege:

„Hi, ich bin [Name]. Wo stehst Du beim Kuss am besten, damit ich Dir nicht im Bild stehe? Sollen wir uns kurz abstimmen?“

Empfehlungen Der Taktierer:

Du empfiehlst nur Leute, von denen Du Dir eine Gegenleistung oder eine Provision erhoffst.

Der Berater:

Du empfiehlst gezielt den Partner, der wirklich zum Budget, dem Stil und dem Charakter Deines Paares passt.

Die 3 Todsünden beim Networking

Netzwerken ist ein Marathon, kein Sprint. Wer zu schnell zu viel will oder sich falsch verhält, verbrennt wertvolle Kontakte schneller, als er „Ja, ich will“ sagen kann. Achte darauf, dass Du diese drei Fehler unbedingt vermeidest:

1. Die Einbahnstraßen-Mentalität (Nur nehmen, nie geben)

Networking basiert auf Gegenseitigkeit. Wenn Du Dich nur meldest, wenn Du einen Auftrag brauchst oder eine Empfehlung willst, merken das die anderen sofort. Wer immer nur fordert, wirkt unsympathisch und egoistisch.

  • Das praktische Beispiel: Stell Dir vor, Du schickst einer gefragten Hochzeitsplanerin eine Nachricht. Du fragst direkt, ob sie Dich in ihre Kartei aufnimmt und ihren Paaren vorschlägt. Sie weiß aber gar nicht, wer Du bist, für welche Paare Du der/die Richtige bist und ob es menschlich zwischen euch passt.. Die Folge: Die Planerin fühlt sich wie eine kostenlose Werbeplattform benutzt und es ist klar, dass Du Dich nur bei ihr meldest, weil Du neue Kunden suchst. Deine Nachricht landet im Papierkorb.

2. Die „Ich bin der Star“-Attitüde am Hochzeitstag

Die Trauung ist Dein Moment – aber nur im Sinne der Zeremonie. Am gesamten Tag bist Du Teil eines großen Teams. Wenn Du Dich gegenüber anderen Dienstleistern arrogant verhältst oder ihren Ablauf störst, spricht sich das in der Branche blitzschnell herum.

  • Das praktische Beispiel: Der Fotograf hat, genau wie Du, in vielen Momenten nur eine Chance. Wenn Du nicht verstehst, welche Augenblicke unbedingt festgehalten werden müssen, wo Du Dich dafür zu positionieren hast, damit das Brautpaar frei ist und die Bilder versaust, machst Du es ihm sehr schwer. Die Folge: Der Fotograf wird Dich niemals empfehlen. Er will nämlich jemanden an seiner Seite, der ihn unterstützt anstatt zusätzliche Probleme zu schaffen.

3. Die „Blinde Empfehlung“ (Gefälligkeit vor Qualität)

Es ist verlockend, jemanden zu empfehlen, nur weil er ein netter Kerl oder eine gute Freundin ist. Aber Vorsicht: Wenn Du jemanden empfiehlst, bürgst Du mit Deinem Namen für dessen Qualität. Passt der Partner nicht zum Niveau des Paares, fällt das direkt auf Dich zurück.

  • Das praktische Beispiel: Ein befreundeter DJ fragt Dich, ob Du ihn nicht mal vorschlagen kannst. Du weißt, dass er technisch okay ist, aber oft unpünktlich kommt und unpassende Witze macht. Du empfiehlst ihn trotzdem einem Deiner Brautpaare. Am Hochzeitstag erscheint er zu spät und die Stimmung kippt. Die Folge: Das Brautpaar ist enttäuscht von Dir. Sie denken: „Wenn der Redner diesen DJ gut findet, ist sein eigener Anspruch vielleicht auch nicht so hoch.“ Dein Ruf ist beschädigt und das Brautpaar wird ihren Freunden davon erzählen. Sie halten dann Ausschau nach einem anderen Trauredner.

In unserer Trauredner Ausbildung bekommst Du alles, was Du über das Geschäft wissen musst vermittelt und beherrschst im Anschluss das notwendige Handwerk, sodass Du Deinen Brautpaaren Sicherheit für den großen Tag bieten kannst.

Mein Rat für Dich
Sei der Partner, den Du Dir selbst wünschen würdest. Auch wenn Du anfangs ungeduldig bist, solltest Du Dein Netzwerk langsam und behutsam aufbauen. Nimm nur jene Menschen auf, die wirklich tolle Arbeit leisten.

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Die Extra-Meile: So wirst Du zum Lieblings-Partner

Gute Arbeit abliefern ist das eine. Aber wenn Du wirklich im Gedächtnis bleiben willst, musst Du einen Schritt weiter gehen. Das unterscheidet die Hobby-Redner von den echten Business-Profis. Es sind die kleinen Details, die dafür sorgen, dass Kollegen Dich immer wieder anfragen.

1. Der „Anti-Partner“: Wann Du lieber Nein sagst

Nicht jede Kooperation ist gut für Dein Image. Sei besonders vorsichtig bei Dienstleistern, die eine Provision für eine Empfehlung verlangen. In unserer Branche hat das oft einen faden Beigeschmack. Warum das gefährlich ist: Wenn Du jemanden nur empfiehlst, weil Du Geld dafür bekommst, spürt das Brautpaar das früher oder später. Dein wichtigstes Gut ist Deine Glaubwürdigkeit. Sobald Du Deine Empfehlungen „verkaufst“, verlierst Du das Vertrauen Deiner Kunden. Such Dir lieber Partner, die Du aus voller Überzeugung empfiehlst – ganz ohne versteckte Rechnungen. Vertrauen ist die härteste Währung, die Du hast.

2. Die Follow-up-Strategie: Nach der Hochzeit ist vor der Hochzeit

Die meisten Kontakte schlafen nach dem großen Tag direkt wieder ein. Genau hier kannst Du glänzen. Nutze die Zeit nach der Trauung, um die Beziehung zu Deinen Partnern zu festigen.

  • Ehrlich danke sagen: Schick dem Fotografen oder dem Musiker ein paar Tage später eine kurze Nachricht. Sag ihnen konkret, was Du an der Zusammenarbeit geschätzt hast.
  • Content teilen und verlinken: Wenn Du die Hochzeitsfotos für Dein Marketing nutzt, nenne immer den Fotografen. Das ist für ihn die wertvollste Form der Wertschätzung.
  • Netzwerk-Pflege ohne Anlass: Melde Dich bei Deinen Lieblings-Partnern auch mal zwischendurch. Ein kurzer Gruß zum Saisonstart oder ein „Ich habe gerade an unsere tolle Trauung in der Location XY gedacht“ hält Dich präsent.

Lasse zu, dass echte menschliche Beziehungen entstehen. Vermutlich habt ihr viele Gemeinsamkeiten. Schließlich seid ihr beide selbstständig, kommt aus der gleichen Region, wollt einem Brautpaar wundervolle Momente bescheren und werdet euch hoffentlich regelmäßig über den Weg laufen.

Netzwerken macht besonders dann viel Spaß, wenn es sich nicht danach anfühlt.

Deine 7-Tage-Challenge

Setze diese Schritte um und starte Dein Profi-Netzwerk.

Wähle zwei Hidden Champions (z.B. Juwelier oder Tanzschule) in Deiner Stadt aus und informiere Dich über deren Stil.
Interagiere ehrlich mit deren Content auf Instagram. Ein ehrliches Lob unter einem Post wirkt besser als jede Kaltakquise.
Gehe Deine aktuelle Empfehlungsliste durch: Passt der Brand-Fit bei jedem Partner noch zu Deiner heutigen Positionierung?
Markiere bei Deinem nächsten Social-Media-Post konsequent alle beteiligten Dienstleister der Hochzeit.
Schicke einem Deiner Lieblings-Partner (z.B. einem Fotografen) eine kurze Nachricht, warum Du die Zusammenarbeit mit ihm so schätzt.
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