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Meine herausforderndste Trauung!

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Freie Trauung

!HERAUSGEFORDERT!

Da war es nun soweit. 
Meine erste und engste Mitarbeiterin Mel Wagner heiratet Ihren Sascha.
Und ich war natürlich Ihr Trauredner. Wirklich “natürlich”?
Nein. Gar nicht natürlich. Wirklich nicht.
Nach vielen Seminaren und gemeinsamen Projekten stand eins fest:
Keiner kennt mein Redestil so gut wie Mel.
Keiner kennt meine Gedanken, Ideen, Impulse und Techniken so gut wie Mel.
Keiner kennt meine Formulierungen und Metaphern so gut wie Mel.
Keiner kennt meine Stärken und Schwächen als Redner so gut wie Mel.
Genug Gründe sich mal was Frisches zu gönnen und dennoch bin ich es geworden.
Oh ha.
Gefühle zwischen “Was fühle ich mich doch geehrt” und “oh man, ich wandere aus” wechseln sich munter in den nächsten Monaten ab.

Als Sascha dann noch bei einem Grillabend (äußerst scherzhaft) betont, dass die Erwartungen seinerseits an den “Meister” größer kaum sein können (“da hauste aber mal bitte rrrrichtig einen raus!!”)….ist mir spätestens klar, dass ich diesmal so richtig Anlauf nehmen musste.

Ich eröffne einen Notizordner in meinem Smartphone und fülle diesen mit jedem Impuls, der mir immer wieder mal in den Sinn kam. An der roten 🚦 , beim Angeln im Boot, beim Rasen Mähen. Aber viel Sinn macht das alles noch irgendwie nicht. Ich hab den Schlüssel einfach noch nicht. 
Wir treffen uns zu Dritt zum berühmten Zweitgespräch, ich schreib fleißig mit und fahr dennoch etwas ratlos nach Hause. Klar, ich hatte alle Infos, unglaublich gute Zitate – aber wie bring ich das außergewöhnlich gut und vor allem auch ganz neu rüber?

Dann der Durchbruch. Überraschend, wie Durchbrüche nun mal sind.
0:20 Uhr, ich will grad in die Tiefschlafphase abtauchen, da knallt dieser eine Gedanke durch meine eigentlich schon abgeschaltete Gedankenwelt. “BLINGGGGG”!
Ich spring aus dem Bett, weil ich aus leidvoller Erfahrung weiß, dass selbst die besten Ideen sich nachts wieder aus dem Staub oder besser gesagt aus dem Hirn machen. Morgens ist zumindest bei mir Leere angesagt.
Ich schreib und schreib und schreib, doppelter Espresso, weiter schreiben. Jetzt nicht aufhören, es fließt. Yesssss.
Das Bild wird immer klarer, ich spüre längst, dass das der Durchbruch ist, auf den ich so gehofft habe.
Stein auf Stein, Brücke für Brücke, hier noch was weg, da noch was hin und schließlich steht das Meisterwerk vor mir. Ich geh 2 Schritte zurück. 
Ja das ist es. Ich gönn mir ein Glas meines teuersten Whisky. Und dann noch eins. Warum auch nicht. Heute ist Weihnachten. Mein Weihnachten.
02:30 Uhr, ich schlafe mit einem seligen Grinsen ein und stelle mir einen weinenden Sascha während der Zeremonie vor. Schönes Bild :).

In den Tagen vor der Zeremonie halte ich die Trauung zwei Mal vor meiner Frau Johanna, ein ausgewiesener schwer zu überraschender “Martin Lieske Fachmann”. Es haut sie voll vom Hocker, sie schüttelt sich und sagt sichtlich gerührt, sie fände es unfassbar. Unfassbar gut.

Also fahre ich mit einem guten Gefühl am Samstag los.
Und dann?
Ja dann lief es tatsächlich richtig geil. Ich denk das kann man auf den Fotos von Jens und Caro sehen. Gott sei Dank.

Lasst Euch herausfordern! 

Es lohnt sich. Ich hab die ganze Nacht nur getanzt, vor allem mit Sascha :).

Euer Martin